Afghanistan: Unterstützung im Bereich Gesundheit und Ernährung für besonders schutzbedürftige Familien in Kandahar
Gesundheit & psychosoziale Unterstützung
Aktuell
Kurzbeschreibung des Projekts
Dieses Projekt bietet eine grundlegende Gesundheits- und Ernährungsversorgung für besonders schutzbedürftige Menschen in den Distrikten Arghestan und Daman. Ziel ist es, die Gesundheit von Müttern, Kindern und anderen gefährdeten Personen zu stärken. Dabei stehen mobile medizinische Betreuung, Vorsorgemaßnahmen, Behandlung chronischer Erkrankungen, Unterstützung bei Unterernährung sowie psychosoziale Hilfe im Mittelpunkt.
Projektsteckbrief
Land: Afghanistan
Ort(e): Kandahar Province, Afghanistan – Arghestan und Daman Districts
Begünstigte:
22.624 direkt Begünstigte (5.720 Männer, 8.524 Frauen, 4.990 Mädchen, 3.390 Jungen, davon 2.434 Menschen mit Behinderung)
Projektziele:
- Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung für besonders gefährdete Menschen in Arghestan und Daman verbessern.
- Prävention und Behandlung von häufigen und chronischen Krankheiten sicherstellen.
- Unterernährung bei Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern reduzieren und behandeln.
- Psychosoziale Unterstützung für Menschen mit traumatischen Erfahrungen oder psychischen Belastungen bereitstellen.
- Allgemeine gesundheitliche Widerstandskraft der Gemeinschaft stärken.
Gesamtkosten: 400.000,00 €
Projektdauer: 01.09.2025-31.08.2027
Implementierungspartner: Islamic Relief Afghanistan
Erwartete Ergebnisse
Direkte Wirkung:
- Das Leid und die Verwundbarkeit von 22.624 Menschen in den Zielgemeinden werden deutlich reduziert.
Indirekte Wirkung:
- Die Bevölkerung erhält einen fairen und barrierefreien Zugang zu qualitativ hochwertigen Gesundheitsdiensten, was zu einer höheren Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten führt.
Projektmaßnahmen und Aktivitäten
- Projektkoordination und Startphase: Austausch und Abstimmung mit relevanten Akteuren auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene; Auswahl der am stärksten gefährdeten Gemeinden.
- Betrieb von drei Gesundheitszentren (SHCs): Versorgung von 22.624 Menschen mit vorbeugenden und behandelnden Gesundheitsleistungen, einschließlich barrierefreiem Zugang für Frauen und Menschen mit Behinderung.
- Ambulante Gesundheitsleistungen: Untersuchung, Diagnose und Behandlung von verbreiteten Krankheiten sowie Vorsorge und Betreuung bei chronischen Gesundheitsproblemen.
- Versorgung von Müttern und Kindern: Schwangerschafts- und Wochenbettbetreuung, Familienplanung, Unterstützung von 3.620 Müttern; Erkennung und Behandlung von Mangelernährung bei Kindern und schwangeren/stillenden Frauen, inkl. Überweisungen bei Bedarf.
- Psychosoziale Unterstützung: 2.331 betroffene Personen erhalten psychologische Beratung und Hilfe bei Trauma und mentaler Belastung.
- Aufklärung zu Gesundheit und Hygiene: Informationsveranstaltungen für 4.662 Personen zu Hygienemaßnahmen, Vorbeugung übertragbarer Krankheiten und weiteren gesundheitsrelevanten Themen.
- Kontinuierliche Überwachung und Qualitätskontrolle: Regelmäßige Besuche und Überprüfungen zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung.
Hintergrund und Ausgangslage
Afghanistan steht vor großen Herausforderungen im Gesundheitsbereich: Viele Menschen haben keinen gleichberechtigten Zugang zu medizinischer Versorgung, das Gesundheitssystem ist chronisch unterfinanziert, und es fehlt vor allem in ländlichen Regionen an qualifiziertem Personal. Die Bevölkerung leidet unter weit verbreiteter Mangelernährung, hohen Sterblichkeitsraten bei Müttern und Kindern, häufigen Krankheitsausbrüchen, Naturkatastrophen sowie psychischen Belastungen.
Hinzu kommt, dass die ohnehin schwierige Situation durch wirtschaftliche Krise, die Rückkehr Geflüchteter, saisonale Extremereignisse und klimabedingte Risiken weiter verschlimmert wird. Besonders betroffen sind Frauen, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Rückkehrende. Insgesamt führen diese Faktoren zu einem erhöhten Bedarf an Gesundheits- und Ernährungsversorgung und erschweren gleichzeitig den Zugang zu grundlegender medizinischer Hilfe.
Einblicke in das Projekt



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