Seine Mutter erzählt, dass Ahmed kaum noch von ihrer Seite weicht. Er folgt ihr überallhin, selbst für kurze Wege. Besonders nachts ist die Angst groß – vor Dunkelheit, vor den Erinnerungen. Allein zum Laden um die Ecke zu gehen, traut er sich nicht. Meist begleitet ihn sein kleiner Bruder. „Früher hatte ich ein Fahrrad und ein eigenes Bett“, sagt Ahmed leise. „Jetzt ist alles weg. Unser Haus wurde vollständig zerstört.“
Ahmeds Mutter erzählt, dass ihr Sohn sich seit dem Krieg stark verändert hat. „Früher war Ahmed ein ganz normales Kind“, sagt sie leise. „Heute leidet er unter Blasenschwäche, kann sich kaum konzentrieren und reagiert manchmal aggressiv gegenüber seinen kleinen Brüdern.“ Besonders laute Geräusche versetzen ihn in Panik. Dann ruft er immer wieder: „Mama, wir werden sterben.“
Diese Worte zeigen, wie tief die Erlebnisse des Krieges in ihm nachwirken – die Angst, die er gespürt hat, als um ihn herum Tod und Zerstörung herrschten, trägt er bis heute in sich.