Drei Kinder, die jahrelang ohne Eltern, ohne Verwandte und ohne Schutz lebten. Für sie wendet sich das Blatt. Was einst ein trauriges Schicksal war, entwickelt sich nun dank Mitgefühl und Hilfe zu einer Geschichte der Hoffnung. Fadi, Mohammed und Sham hausten lange Zeit völlig auf sich allein gestellt in einer kleinen, schmutzigen Kammer. Sie waren verwahrlost, von Läusen befallen, ihre Kleidung war zerrissen, und es fehlte an allem, besonders an Nahrung. Als Manar, die Leiterin des Salam Centers, von ihrem Zustand erfuhr, zögerte sie keine Sekunde. Sie handelte sofort und brachte die drei in Sicherheit. Seitdem leben sie im Pflegezentrum, wo sie liebevoll betreut werden. Dank der Spenden von Islamic Relief erhalten sie regelmäßig Mahlzeiten, zweimal im Jahr neue Kleidung und Zugang zu Bildung: Sham besucht den Kindergarten, die Brüder die Schule.
Fadi, der Älteste, kocht leidenschaftlich gern für seine Geschwister, Makkaroni und Pizza kann er bereits ganz allein zubereiten. In der Schule sind die Jungen besonders gut in Mathematik. In ihrer Freizeit kicken sie am liebsten Fußball und diskutieren gern darüber, wer besser ist: Ronaldo oder Messi. Sham hingegen liebt es, Schmuck aus Perlen zu basteln. Ihr großer Traum: Friseurin zu werden. Sie übt bereits fleißig, am liebsten an den Haaren ihrer Brüder. Fadi allerdings weicht manchmal zurück: „Iih, die könnten ja Läuse haben!“, sagt er und zuckt zusammen – Erinnerungen an eine schwere Zeit, die ihn offenbar noch nicht ganz loslassen. Fadi hat selbst große Pläne für die Zukunft. Er sagt voller Stolz: „Ich werde Polizist mit Rettungssanitäter! Dann kann ich meine Geschwister und andere Menschen beschützen und helfen, wenn sie verletzt sind.“
Die Vorstellung, die drei Kinder zu trennen, ist unvorstellbar. Sie sind klug, lebendig und unzertrennlich. Nach allem, was sie erlebt haben, brauchen sie vor allem eines: ein dauerhaftes Zuhause – gemeinsam.