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In Syrien ziehen sich die kalten Monate über viele Wochen, manchmal bis in den Frühling hinein. Sobald die Temperaturen unter null fallen, beginnt für unzählige Familien, die in Zelten oder notdürftigen Unterkünften ausharren, ein täglicher Überlebenskampf.
Umm Muhammad lebt derzeit in Al-Ghab, Mansura, einer Gegend in der Provinz Hama. Seit ihrer Vertreibung im Jahr 2015 musste sie ihr Zuhause mehrfach aufgeben; alle paar Jahre ein neuer Ort, ein neues Provisorium: „Einige Dinge kann man erzählen“, sagt sie leise, „aber andere bleiben tief in einem verborgen.“ Da Brennstoff unbezahlbar geworden ist, sammeln viele Familien, auch die von Umm Muhammad, alte Plastikreste, Nylon oder Abfall, um damit Feuer zu machen. Der beißende Rauch erfüllt die Luft, verursacht Husten, Kopfschmerzen und gefährliche Atembeschwerden. Wer Arbeit findet, verdient kaum etwas. Stundenlöhne liegen oft unter zehn syrischen Lira – ein Betrag, der nicht einmal für ein Stück Brot reicht. Für Heizmaterial oder Medikamente bleibt nichts übrig.








